Stimme und Sprache
Phoniatrie und Pädaudiologie
Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen, kindliche Hörstörungen
Die Phoniatrie umfasst Erkrankungen und Störungen der Stimme, der Sprache und des Sprechens auf der Basis der anatomischen, physiologischen, diagnostischen und therapeutischen Grundlagen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Neurologische, psychiatrische und psychotherapeutische Gesichtspunkte, einschließlich Erkenntnisse aus Linguistik, Phonetik, Psychologie, Verhaltenswissenschaften, Pädagogik, Akustik und Kommunikationswissenschaften fließen in Diagnostik und Therapie der Krankheitsbilder ein.. Dieses Fachgebiet der Medizin wird in unserer Klinik von der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie vertreten und wird klinisch von Frau Oberärztin Dr. Nett geleitet, während Forschung und Lehre in diesem Bereich in den Händen von Univ.- Prof. Dr. Wolfgang Delb liegen. Ferner erfolgt in dieser Abteilung die Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen.
Stimmstörungen können vom Kleinkindesalter bis ins hohe Alter auftreten. Bei Kindern stehen oft die Sprachentwicklungsstörungen im Vordergrund. Zu den Sprachentwicklungsstörungen gehört auch die Verstammelung der Sprache (einzelne Laute können nicht richtig ausgesprochen werden, am bekanntesten ist das Lispeln). Diese Störung kann auch als alleiniges Symptom einer Sprechstörung beobachtet werden. Ziel der Behandlung ist immer, eine normale Einschulung des betroffenen Kindes zu erreichen. Zentrale Hörstörungen, Hörverarbeitungsstörungen usw. müssen phoniatrisch abgeklärt werden. Auch die Redeflussstörungen (Stottern, Poltern) sowie Aphasien und Artikulationsstörungen, die oft im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungsbildern auftreten, gehören in das Gebiet der Phoniatrie.
Der zweite wichtige Teil des Fachgebietes untersucht die kindlichen Hörstörungen. Beim Säugling kann eine Hördiagnostik recht schwierig sein. Mit einer aufwendigen Apparatur kann das Hörvermögen auch des Neugeborenen ohne jede Belastung für das Kind sicher bestimmt werden und so die notwendige Therapie eingeleitet werden. Es muss immer berücksichtigt werden, dass bei schwerhörigen Kindern eine Hörgeräteversorgung mit ca. 6 Monaten begonnen werden sollte und dass bei gehörlosen Kindern eine Versorgung mit einem Cochlea Implantat so früh wie möglich (möglichst vor dem 2. Lebensjahr) erfolgen sollte. Nach der Hörgeräteversorgung muss eine spezielle Förderung des Kindes eingeleitet werden. Diese Frühförderung ist in Mannheim durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der pädagogischen, pädaudiologischen Beratungsstelle der Herrmann-Gutzmann-Schule und den angeschlossenen Kindergarten sichergestellt.
Termine können über die Terminvergabe vereinbart werden. Bringen sie bitte zur Untersuchung eine gültige Überweisung eines Arztes mit.
Die Sprechstunden der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie sind
- Montags bis Donnerstags von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr
- Freitags von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr.